Hund und Katze
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Wer hier alles so kreucht und fleucht...
Tinta und Chou-Chou sind knapp 3 Jahre alt und mittelgroße Straßenhunde aus Rumänien. Zusammen mit ihrem Bruder brachte man sie zu uns. Man entdeckte sie durch Zufall in einer weit abgelegenen Höhle, am Tag als ein Transport nach Deutschland aufbrach.
Etwa 6 Wochen alt hatten sie wohl zuvor nie einen Menschen zu Gesicht bekommen. Um sie nicht ihrem Schicksal zu überlassen, fing man sie unter Zeitdruck mit großer Hektik ein, impfte sie noch, packte sie in Transportboxen und nahm sie völlig verstört und verängstigt mit auf die Reise. Sie bissen vor Angst um sich und verweigerten jegliche Nahrung. Keines der Tierheime und Anlaufstationen wollte diese verängstigten Tiere aufnehmen. Ich selbst hatte wirklich große Bedenken. Einmal, weil ich noch 4 Welpen größerer Rasse aus Italien annahm und hauptsächlich, weil zu uns immer Kinder zum Spielen kommen. Zwinger haben wir keine, kommen für uns auch gar nicht in Frage. Die gesamte Familie beschloß: Die Tiere müssen bleiben, eine Lösung mu&dzlig; gefunden werden.
Es war nicht einmal möglich die Transportbox zu öffnen und die Tiere hatten schon eine Nacht Fahrt in der Box verbracht. Wir transportierten die Box erst mal in unsere Kellerwohnung in einen großen Raum. Jedesmal, wenn die Tiere einen Menschen sahen, jaulten und bellten sie erbärmlich. Ich verdunkelte den Raum und konnte so fast unbemerkt die Box öffnen. Endlich, nach vielen Stunden hörte ich sie vor der Türe auch Wasser trinken.
Der kleine Rüde war bald schon neugierig und verkroch sich nicht mehr in der Box, er begann mir auch aus der Hand zu fressen. Nach knapp einer Woche konnte ich ihn in unser Rudel integrieren. Die beiden Mädels brauchten mehr als einen Monat, bis ich die Transportbox entfernen konnte, und nur weil sie beide nicht mehr reinpassten.
Erst nach gut 10 Wochen wagten sie sich aus den Räumen und nach draußen auf den Hof zu den anderen Hunden. Doch sobald sie einen Menschen nur hörten, verschwanden sie in ihrer Kellerwohnung. Obwohl sie mir nach wenigen Tagen - notgedrungen - aus der Hand fraßen, vermieden sie jeden Blickkontakt und ließen keinerlei Berührung zu. Nach vielen Wochen hatte ich sie soweit, daß sie sich auch mit den anderen in unsere Wohnung und den Rest des Hauses wagten.
Inzwischen leben sie mit den gesamten Hausgenossen ohne Probleme, fressen aus der Hand und freuen sich tierisch wenn einer von uns nach Hause kommt. Wagen sogar schon manchmal vor Freude heimlich einen anzuspringen, haben keine Scheu sich zum Schlafen sogar mit auf's Bett zu legen, meiden auch keinen Blickkontakt mehr, doch sie lassen sich immer noch nicht streicheln. Sie streichen mir an den Beinen entlang, hören einwandfrei auf ihre Namen, lecken meine Hand, auch die der restlichen Familienmitglieder, kommen auch neugierig Besuch angucken, doch anfassen ist einfach nicht drin. Gerade diese beiden liegen mir besonders am Herzen.
Tinta und Chou Chou verließen uns 2012.
 
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